vgras
05.07.2006, 13:11
Erstmal hallo an alle!
Mit Interesse habe ich das Forum durchgelesen und habe festgestellt , daß
hier noch keiner Videothekar geschrieben hat, der stationäre Videothek mit dem Automaten verbunden/ergänzt hat.
Dann werde ich wohl meine Erfahrung hier "beichten" :)
Kurz zu meiner Person: Bin seit 1995 in der Branche und habe 5 Läden(Größe zwischen 250 und 700 Qm) , die seit 2 Jahren auf "Empire" umbenant worden.
So die Automaten habe ich "im Auge" seit ca 2002.ich habe viele Messen besucht und fast mit allen Anbietern gesprochen.Die Idee an sich, stationäre Videothek mit einem Automaten zuergänzen, um den Kunden noch mehr Service zubieten, hat mich eigentlich fasziniert.Die einzige Manko war damals , die Automaten dürften keine FSK 18 Sachen haben, so das die Beschafung des Automates immer verzögerte.
2005 war ich soweit.Neben einer Filiale wurde ein kleines Laden frei (30Qm)den ich angemietet habe.Für Anbieter habe ich mich für "Robovideo" entschieden.Die Gründe waren damals:
1)Robovideo ist "pneumathisch" , also läuft das Roboter mit dem Luftdrück,was eigentlich auf sehr lange "Lebensdauer" bedeutet.
2)Ich kannte den Besitzer, so dass ich sehr zuversichtlich war , dass er sich wirklich Mühe geben wird eine solide´Vetriebsstruktur" aufzubauen und was sehr wichtig ist,der wird nicht so schnell Pleite gehen.(Dummes Beispiel zu jetztziger Zeit: Insolvenz des "Videostore")
3)Sehr günstige Nebenkosten:Hüllen,Barcodes,Kundenkarten.Ein Beispiel Chipkarten, die musste ich auch "alten" Kunden in der Videothek geben, weil ich dann alle Kundenkarten nachinein auf Chipkarten austauschte.Ich habe 20000 Stück bestellt und 0,80 Cent /Karte bezahlt.Bei "Cinebank" wollten die für die "tolle Magnetkarten" ca 2,00 Euro haben, so dass ich alleine für die Karten 40000 Euro !!!!! einbringen musste.
Ich hatte 2100 Modul und 3 Totems bestellt und nachinein wurde es richtige Entscheidung gewesen.Ich würde auf keinen Fall ein Automat empfehlen deren Kapazität unter 2000 Plätze ist.
Ein Totem habe ich direkt an der Theke in der Videothek aufgestellt und Automatensoftware mit einem Arbeitsplatz verlinkt,so dass man die Kunden auch direkt in der Videothek aufnehmen könnte und ich keinen zusätzlichen Personal benötigte.
Seit 1,5 Jahren läuft der Automat bei mir.Die Umsätze sind eher bescheiden , das beste Monat brachte 3200 Euro Umsatz, sonst meistenst unter 3000.Ich habe ca 4000 eingetragenen Kunden, aber nur 800 davon benutzen das Automat.
Die Preise sind an die von Videothek ungefähr angepasst, so dass die Kunden auch nicht mekern dass Ausleihen im Automaten teurer ist als in der Videothek.
Viele kleine technische Störungen gab es bei mir, vorallem Fingerprints streikte sehr offt.Kundendienst des "Robovideo" war immer zuerreichen und bemühte immer um den Ablauf.Gott sei Dank läuft seit ein Paar Monaten alles einwandfrei.
Die Spiele habe letztes Monat aus dem Automaten rausgenommen, die sind nicht gelaufen, vielleicht auch deswegen dass die Videothek eine sehr grosse Spielabteilung hat (über 4000 Spiele für alle Systeme). 50% des Umsatzes macht Hardcore.Der Einkauf habe ich jetzt angepasst , so ich weit unter 1000 Euro liege.Natürlich werden HC und B-Titel nach Paar Wochen Verleih in grossen Filialen für den Automat rausgenommen, so spaart man Einkauf.
Mein Fazit jetzt:
Also eigentlich ist ein Automat eine "Pflicht" für jede gut geführte Videothek.
Man ergänzt Service und schütz sich dabei von "unerwünschten" Nachbarn.
Dabei verdient man kein Geld (bestenfall 500-1000 Euro Taschengeld) und die Investitionen sind auch nicht klein(60-80 TEuro )so dass man natürlich die Sache nicht leichter macht.Ich würde in nächster Zeit aber nur die Filialen mit Automaten bestücken, die von anderen "Automatenvideotheken" bedroht sind.Obwohl es kein Automat wirklich eine Konkurenz zu gute Videothek macht( mein kleinste Laden hat über 10000 Artikel im Sortiment) will ich trotzdem kein Automat in meiner Nähe haben.
Ich hoffe mein Beitrag hilft einem oder anderen.
MfG Vgras
Mit Interesse habe ich das Forum durchgelesen und habe festgestellt , daß
hier noch keiner Videothekar geschrieben hat, der stationäre Videothek mit dem Automaten verbunden/ergänzt hat.
Dann werde ich wohl meine Erfahrung hier "beichten" :)
Kurz zu meiner Person: Bin seit 1995 in der Branche und habe 5 Läden(Größe zwischen 250 und 700 Qm) , die seit 2 Jahren auf "Empire" umbenant worden.
So die Automaten habe ich "im Auge" seit ca 2002.ich habe viele Messen besucht und fast mit allen Anbietern gesprochen.Die Idee an sich, stationäre Videothek mit einem Automaten zuergänzen, um den Kunden noch mehr Service zubieten, hat mich eigentlich fasziniert.Die einzige Manko war damals , die Automaten dürften keine FSK 18 Sachen haben, so das die Beschafung des Automates immer verzögerte.
2005 war ich soweit.Neben einer Filiale wurde ein kleines Laden frei (30Qm)den ich angemietet habe.Für Anbieter habe ich mich für "Robovideo" entschieden.Die Gründe waren damals:
1)Robovideo ist "pneumathisch" , also läuft das Roboter mit dem Luftdrück,was eigentlich auf sehr lange "Lebensdauer" bedeutet.
2)Ich kannte den Besitzer, so dass ich sehr zuversichtlich war , dass er sich wirklich Mühe geben wird eine solide´Vetriebsstruktur" aufzubauen und was sehr wichtig ist,der wird nicht so schnell Pleite gehen.(Dummes Beispiel zu jetztziger Zeit: Insolvenz des "Videostore")
3)Sehr günstige Nebenkosten:Hüllen,Barcodes,Kundenkarten.Ein Beispiel Chipkarten, die musste ich auch "alten" Kunden in der Videothek geben, weil ich dann alle Kundenkarten nachinein auf Chipkarten austauschte.Ich habe 20000 Stück bestellt und 0,80 Cent /Karte bezahlt.Bei "Cinebank" wollten die für die "tolle Magnetkarten" ca 2,00 Euro haben, so dass ich alleine für die Karten 40000 Euro !!!!! einbringen musste.
Ich hatte 2100 Modul und 3 Totems bestellt und nachinein wurde es richtige Entscheidung gewesen.Ich würde auf keinen Fall ein Automat empfehlen deren Kapazität unter 2000 Plätze ist.
Ein Totem habe ich direkt an der Theke in der Videothek aufgestellt und Automatensoftware mit einem Arbeitsplatz verlinkt,so dass man die Kunden auch direkt in der Videothek aufnehmen könnte und ich keinen zusätzlichen Personal benötigte.
Seit 1,5 Jahren läuft der Automat bei mir.Die Umsätze sind eher bescheiden , das beste Monat brachte 3200 Euro Umsatz, sonst meistenst unter 3000.Ich habe ca 4000 eingetragenen Kunden, aber nur 800 davon benutzen das Automat.
Die Preise sind an die von Videothek ungefähr angepasst, so dass die Kunden auch nicht mekern dass Ausleihen im Automaten teurer ist als in der Videothek.
Viele kleine technische Störungen gab es bei mir, vorallem Fingerprints streikte sehr offt.Kundendienst des "Robovideo" war immer zuerreichen und bemühte immer um den Ablauf.Gott sei Dank läuft seit ein Paar Monaten alles einwandfrei.
Die Spiele habe letztes Monat aus dem Automaten rausgenommen, die sind nicht gelaufen, vielleicht auch deswegen dass die Videothek eine sehr grosse Spielabteilung hat (über 4000 Spiele für alle Systeme). 50% des Umsatzes macht Hardcore.Der Einkauf habe ich jetzt angepasst , so ich weit unter 1000 Euro liege.Natürlich werden HC und B-Titel nach Paar Wochen Verleih in grossen Filialen für den Automat rausgenommen, so spaart man Einkauf.
Mein Fazit jetzt:
Also eigentlich ist ein Automat eine "Pflicht" für jede gut geführte Videothek.
Man ergänzt Service und schütz sich dabei von "unerwünschten" Nachbarn.
Dabei verdient man kein Geld (bestenfall 500-1000 Euro Taschengeld) und die Investitionen sind auch nicht klein(60-80 TEuro )so dass man natürlich die Sache nicht leichter macht.Ich würde in nächster Zeit aber nur die Filialen mit Automaten bestücken, die von anderen "Automatenvideotheken" bedroht sind.Obwohl es kein Automat wirklich eine Konkurenz zu gute Videothek macht( mein kleinste Laden hat über 10000 Artikel im Sortiment) will ich trotzdem kein Automat in meiner Nähe haben.
Ich hoffe mein Beitrag hilft einem oder anderen.
MfG Vgras